Titelbild
i Login
anonym
Druckansicht Hilfe
Icon
Login
Icon
Start
Icon
Verlage
Icon
Texte
Icon
Bände
Icon
Reihen
Icon
Extras
Forum
Forum
Icon
Gästebuch
Wiki
Wiki
Impressum
Impressum
Logo Karl-May-Verein
< zurück zum Band

Band-Rezensionen

Band: DER WALDSCHWARZE

Verlag: Karl-May-Verlag Bamberg · Radebeul
Reihe: KARL MAY's GESAMMELTE WERKE

Eintrag von Helmut (vom 18.3.2005) (weitere Einträge von Helmut)

Zu diesem Band eine persönliche Anmerkung, eine Geschichte, die sich für mich immer mit diesem Buch verbinden wird.
Meine Großmutter, eine strenge Protestantin im pietistischen Sinne (sie stammte ja auch aus der Mark Brandenburg) beschloss zu prüfen, ob die Lektüre ihrer Enkel auch in ihrem Sinne geeignet sei. Deshalb forderte sie von uns eines dieser Karl May Bücher zur Kontrolle. Mein Bruder und ich entschlossen uns, schlau wie wir uns wähnten, ihr den "Waldschwarzen" zu geben, denn erstens spielte der in Deutschland und nicht in einem dieser exotischen Länder, und zweitens waren die Geschichten ja, wie wir dachten, sehr christlich.
Sie hat das "Werk" dann aufmerksam studiert und als sie es dann nach 2 Wochen zurückgab, nicht uns sondern unseren Eltern, sie hatte wohl nicht mehr als die erste Geschichte gelesen ("Der Dukatenhof"), war ihr Urteil vernichtend. Nein, sagte sie, mit Christentum hätte diese "blutrünstige" Geschichte um "Auge für Auge, Zahn für Zahn" nicht das mindeste zu tun.
Zum Glück für uns und unsere May-Begeisterung, haben sich unsere Eltern davon nicht beeindrucken lassen.
Mittlerweile, muss ich gestehen, kann ich meiner Großmutter in ihrem Urteil ein Stück weit folgen, denn auch mir ist mittlerweile dieses Vergeltungsprinzip, dass ich ausser hier auch noch in vielen der "Marienkalendergeschichten" angetroffen habe, eigentlich zuwieder.
Aber zum Glück gibts ja noch die vielen, vielen anderen Bücher Mays.

Eintrag von Rüdiger (vom 3.10.2009) (weitere Einträge von Rüdiger)

1974 neu herausgegeben von Roland Schmid, enthält der Band nun ein informatives, fast 20 Seiten umfassendes Nachwort mit Informationen zu den Erzgebirgischen Dorfgeschichten.

Schmid weist sehr richtig darauf hin, daß "viele der später entstandenen Werke mit exotischen Schauplätzen nichts anderes sind als eine Art von Projektion der kleinen in der Heimat spielenden Geschichten, die gleichsam in eine faszinierende, ferne, bunte und fremde Welt übertragen und in den Dimensionen vergrößert wurden". Die Dorfgeschichten stellten "interessante Vorstufen und Vorstudien für das spätere Hauptschaffen" des Autors dar.

Erläutert wird auch eine Namensänderung in der Bearbeitung, wobei die Argumentation allerdings etwas eigenartig ist (May hatte eine Figur Bernstein genannt, da sein befreundeter Anwalt so hieß. Die nachträgliche, nicht von May vorgenommene Namensänderung begründet man damit, daß sich das Verhältnis Mays zu dem Mann geändert habe).

Ansonsten hält sich das Ausmaß der Bearbeitungen in den Bänden 43 und 44 eher in Grenzen, so daß sie für diejenigen May-Freunde, die es mit Sprache und Texttreue nicht so genau nehmen, empfehlenswert sein mögen.

Rezension schreiben bzw. bearbeiten
 
Auflagen: 240 (aktuell), 237, 234, 229, 224, 214, 209, 204, 189, 179, 169, 159, 149, 139, 129
Auflagen: 119, 109
Auflagen: 109, 99, 89