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Text-Rezensionen

zum Text: Freuden und Leiden eines Vielgelesenen

Lesevergnügen 1 Punkt 1 Punkt 1 Punkt 1 Punkt 1 Punkt
Information über Land und Leute 1 Punkt 1 Punkt kein Punkt kein Punkt kein Punkt
Biografische Bedeutung 1 Punkt 1 Punkt 1 Punkt kein Punkt kein Punkt


Eintrag von JennyFlorstedt (vom 9.1.2005) (weitere Einträge von JennyFlorstedt)

Putziger, selbstironischer Einblick in ein "Schriftstellerleben".

Eintrag von Helmut (vom 23.1.2005) (weitere Einträge von Helmut)

Die treffendste Rezension hat wohl Fedor Mamroth in der Frankfurter Zeitung geschrieben:
"Die halbe Stunde, die wir mit der Lektüre verbrachten, werden wir lange in dankbarer Erinnerung behalten. Wir lasen und lachten dann, daß man es drei Gassen weit hörte."
Dem ist nichts hinzuzufügen (obwohl's Mamroth wahrscheinlich anders gemeint hat (?) )


Eintrag von Sabine (vom 28.2.2005) (weitere Einträge von Sabine)

Recht vergnüglicher Einblick in den Alltag von Karl May. Ich fand vor allem putzig mit was für "Anschlägen" die diversen Gäste auf den Schriftsteller zugekommen sind. Der eine zitiert ihn nach Dresden, weil er keine Zeit hat nach Radebeul zu fahren, der nächste klaut beim Besuch die selbst gezüchteten Erdbeeren in Garten usw.

Also mein Lachen hat man garantiert 2 Querstraßen weiter noch gehört!

Eintrag von Rüdiger (vom 15.8.2005) (weitere Einträge von Rüdiger)

Diese „Freuden und Leiden“ liegen innerhalb der „Gesammelten Werke“ in Band 79 erst seit 1997 in der Originalfassung vor, vorher gab es über Jahrzehnte nur eine stark bearbeitete Fassung unter dem Titel „Old Shatterhand a.D.“ in Band 48 zu lesen. In der Vorbemerkung zum Text in Band 79 heißt es, Absicht der Bearbeiter sei damals gewesen, den Eindruck zu zerstreuen, Karl May sei „ein pathologischer Lügner und notorischer Betrüger gewesen“. Die Darstellung sollte „zu mehr Wahrhaftigkeit“ zurückgeführt werden, und die Beweggründe für die Bearbeitung verdienten noch immer „Respekt und Anerkennung“. Goldene Worte, fürwahr. Indes sah dann die Bearbeitung z.B. so aus, dass an einer Stelle Mays Frau von Schülern im Garten an den Marterpfahl gebunden und umtanzt wurde, einen solchen albernen, unrealistischen Unfug sucht man im Original vergeblich. (Überhaupt werkelt die damalige Bearbeitung eifrig am Bild des belanglosen, gefälligen Kinder- und Jugendschriftstellers, ist darum bemüht, ihn als solchen darzustellen.)

Überhaupt muß ich sagen, ich verstehe gar nicht, was an dieser Originalfassung so komisch oder lächerlich sein soll. Als ich den Text heute nach längerer Zeit wieder las, habe ich nicht ein einziges Mal auch nur schmunzeln können. Daß die Begebenheiten, die Karl May schildert, in ähnlicher Weise stattgefunden haben, kann ich mir durchaus vorstellen. Die gedankenlos-anmaßenden Verhaltensweisen der Besucher, die nicht begreifen, dass das Objekt ihrer Neugierde auch einfach ein ganz normaler Mensch ist, der seine Ruhe haben will, und nicht ein zu bestaunender oder anzugaffender exotischer bunter Vogel, das ist so realistisch wie allgemein üblich, und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute.

Erst wenn Robert Kraft von Lindsay spricht, wird es meiner Meinung nach unrealistisch, und bei der Sache mit dem den Schülern vorenthaltenen Foto und der Beterei wird es dann allerdings richtig peinlich, hier würde ich eine Bearbeitung sogar akzeptieren, dokumentiert und unter Angabe gestrichenen Textes im Anhang.

Was er über Schreiben und Stil schreibt, das lässt mir das Herz aufgehen, der Rezensent kann das bestens nachvollziehen, hält es selbst ähnlich, und es ist so ganz nach seinem Geschmack:

„Ich habe keine Zeit, zu entwerfen, ein Konzept anzufertigen, zu feilen, zu streichen, zu verbessern und dann eine Reinschrift anzufertigen. Ich setze mich des Abends an den Tisch und schreibe, schreibe in einem fort, lege Blatt zu Blatt und stecke am andern Tage die Blätter, ohne sie wieder anzusehen, in ein Kouvert, welches mit der nächsten Post fortgeht. An den Stil denke ich dabei gar nicht. Gerade das mag wohl das richtige sein. Ich lasse das Herz sprechen und schreiben und bin stets der Meinung gewesen, daß das, was aus dem Herzen kommt, viel klüger ist als das, was der spitzfindige Verstand erst auszuklügeln hat. Weil ich meist Selbsterlebtes erzähle und Selbstgesehenes beschreibe, brauche ich mir nichts auszusinnen; das fließt so willig aus der Feder, und ich denke, daß das Feilen und Hobeln mehr verderben als bessern würde. Also, aufrichtig gesagt: Wer eine einfache, anspruchslose ungekünstelte Schreibweise kennen lernen will, der mag ein Buch von mir lesen; mehr will ich gar nicht bieten, und ich habe auch nie darnach getrachtet, ein Stilkünstler zu werden. Ich lösche lieber meinen Durst am frischen, natürlichen Quell, als aus einer Sodawasser- oder Brauselimonadenflasche.“

In „Im Lande des Mahdi I“ hat er es mal so ausgedrückt:

»Wir haben in Deutschland eine Redensart, welche lautet: Rede, wie dir der Schnabel gewachsen ist! Verstehst du das?«
»Ja. Man soll offen und natürlich sprechen.«
»Gerade so schreibe ich.«

Putzig das „seit wir Ihre Werke gelesen haben, sind wir keine Sozialdemokraten mehr“ aus einem Leserbrief, witzig der gewagte Vergleich „Wenn ich vorhin gesagt habe, daß ich an einer Oper arbeite, so will ich jetzt noch eine zweite Indiskretion begehen, indem ich verrate, daß ich die Absicht habe, Winnetou auf die Bühne zu bringen. Eine gewagte Idee? O nein! Der Farbe wegen? Hat nicht Shakspeare seinen Othello geschrieben, der ein vollständig schwarzer Mensch gewesen ist? Wie? Ich sei noch lange kein Shakspeare? Gewiß; das weiß ich wohl; aber dafür ist mein Winnetou auch viel heller als sein Mohr!“

Und schließlich endet der Text, der augenzwinkernd-kalauernd begann, knochentrocken-pathetisch mit dem „Ave Maria“, auch das ist mal wieder so ganz Karl May.

Noch einmal zurück zur Vorbemerkung in Band 79, dort heißt es zunächst, Karl May meine diesen Text „nicht ernst und wörtlich“, das sehe ich eigentlich nicht so. Einige Zeilen später heißt es, glücklicher formuliert: „… herrschen ein allgemein humoristischer Plauderton, eine Freude am satirischen Überzeichnen und ein Spiel mit Dichtung und Wahrheit vor“. Das trifft die Sache schon besser, und das gilt nicht nur für diesen Text, sondern mehr oder weniger auch für das gesamte Werk.


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