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Band-Rezensionen

Band: DAS GEHEIMNIS DES MARABUT

Verlag: Karl-May-Verlag Bamberg · Radebeul
Reihe: KARL MAY's GESAMMELTE WERKE

Eintrag von Rüdiger (vom 3.6.2005) (weitere Einträge von Rüdiger)

Hier sind wir nun (nach dem "Weg nach Waterloo") eine Generation weiter. Blücher ist tot. Und es geht hinüber nach Nordafrika zu Abenteuern wie aus Tausendundeiner Nacht, wie so oft bei Karl May.

Springt der Erzähler im Original kreuz und quer durch die Generationen, bis der Leser wirklich in Gefahr gerät, den Überblick zu verlieren und den einen oder anderen Königsau schon mal zu verwechseln, so ist hier diese Gefahr bei den „Greifenklaus“ nicht gegeben, es taucht immer hübsch einer nach dem anderen auf, das Ganze ist chronologisch angeordnet.

Dafür müssen wir aber auch auf durchaus beachtenswerte weltanschauliche Anwandlungen Karl Mays gelegentlich verzichten, so fehlt z.B. die Stelle:

„Oft treten im Laufe der Ereignisse Pausen ein, welche vermuthen lassen, daß der Faden der Geschichte vollständig abgerissen sei. Aber das Leben gleicht dem Weltmeere. Die Wogen, welche es wirft, sind nicht die Folgen einer horizontalen Bewegung, sondern die Wasser steigen auf und nieder. Der Tropfen, welcher sich jetzt, hochaufspritzend, aus den Wellenkämmen erhebt, sinkt im nächsten Augenblicke vielleicht in die Tiefe des Grundes hinab und kommt erst lange Zeit später in seiner Auflösung oder Vereinigung mit anderen Tropfen auf der Oberfläche wieder zum Vorscheine.
So verschwinden auch im Leben der Völker oder des einzelnen Menschen die Ereignisse zuweilen von der Oberfläche und kommen zu unserer Ueberraschung ganz plötzlich an einem Orte und zu einer Zeit wieder zum Vorscheine, wo und wann wir es am allerwenigsten erwartet haben.“
[Karl Mays Werke: Die Liebe des Ulanen, S. 1165. Digitale Bibliothek Band 77: Karl Mays Werke, S. 16650 (vgl. KMW-II.10, S. 770)]


Eintrag von Kurt (vom 4.5.2005) (weitere Einträge von Kurt)

Band 57 "Das Geheimnis des Marabut" ist der 2. Band "Die Liebe des Ulanen", der vom Karl-May-Verlag sehr umfassend bearbeitet wurde und eigentlich kaum mehr den originalen Text Karl Mays erkennen lässt.

Man darf dabei nicht ausser Acht lassen, wie sehr der Verlag und sein Verleger Dr. E.A Schmid gezwungen war, dem Leser um 1930 einen Karl May zu bieten, der dem Anspruch eines sauberen "Volksschriftstellers" gerecht werden sollte. Karl May, der zu jener Zeit in der Endphase der Weimarer Republik - einer Demokratie ohne Demokraten - noch sehr umstritten war, bedurfte einer Bearbeitung, die man aber heute nicht mehr unbedingt gelten lassen kann. Der Karl-May-Verlag wäre in der Tat gut beraten, die Kolportageromane wieder in einer "rückbearbeiteten" Fassung herauszubringen.

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Auflage: 407 (aktuell)
Auflagen: 407 (aktuell), 404, 401, 393
Auflagen: 387, 374, 364, 355, 344, 328, 318, 288, 268, 243, 223, 213, 178
Auflage: 108